Traditionell gehört die letzte Sommerferienwoche dem Jugendtrainingslager der Auswahl Stuttgart. Und auch in diesem Jahr hieß es wieder: Trainingssachen suchen, Tasche packen und ab ins Trainingslager!
Allerdings gab es 2026 eine kleine Premiere: Zum ersten Mal fand das Trainingslager nicht im Freibad, sondern im Hallenbad Vaihingen statt.
20 Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren aus den Vereinen PSV Stuttgart, VfVS Stuttgart und TV Darmsheim kamen zusammen, um eine Woche lang gemeinsam zu trainieren, Neues zu lernen, an ihren Fähigkeiten zu arbeiten und natürlich auch jede Menge Spaß zu haben. Was folgte, war eine intensive Woche mit vielen Wasser- und Landeinheiten, müden Armen und Beinen, neuen Erfahrungen, jeder Menge leckerem Essen und mindestens genauso viel Lachen. Kurz gesagt: Es wurde trainiert, gegessen, geschwitzt, gespielt und vor allem gemeinsam eine Menge erlebt.
Erst trainieren, dann frühstücken
Der Tag begann jeweils mit einer kurzen Landeinheit zum Aufwärmen, bevor es anschließend ins Wasser ging. Je nach Leistungsstand wurden die Kinder in verschiedene Gruppen eingeteilt, sodass gezielt an den individuellen Fähigkeiten gearbeitet werden konnte.
Bei den Schwimmeinheiten lag der Schwerpunkt vor allem auf der Verbesserung der Schwimmtechnik. Bewegungsabläufe wurden optimiert, die Wasserlage verbessert und natürlich durfte auch der Ausdaueraufbau nicht fehlen. Denn eines wurde schnell klar: Wasserball spielen macht Spaß – ohne Kondition wird es aber irgendwann ganz schön anstrengend!
Nach dem Training ging es dann zum wohlverdienten Frühstück. Und spätestens hier war zu erkennen, dass 20 Nachwuchswasserballer nach einer Trainingseinheit durchaus in der Lage sind, beachtliche Mengen an Lebensmitteln verschwinden zu lassen: Pancakes, Saitenwürstle, Rührei, Müsli, frische Brötchen, Obst und allerlei Süßwaren sorgten dafür, dass die Energiespeicher wieder aufgefüllt wurden.
Besonders schön waren zwei kleine Geburtstagsfeiern: Sowohl am Montag als auch am Dienstag gab es beim Frühstück einen Grund zum Feiern. Mit Kuchen und einem gemeinsamen Ständchen wurden zwei Geburtstagskinder überrascht. So wurde aus dem gewöhnlichen Frühstück gleich zweimal ein ganz besonderer Moment.
Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an die Bäckerei Bausch, die uns mit sehr leckeren Backwaren versorgt hat. Ebenso bedanken wir uns bei Alex und Judith, die sich mit viel Einsatz um die Verpflegung während des Trainingslagers gekümmert haben. Bei so vielen hungrigen Nachwuchswasserballern war das definitiv keine kleine Aufgabe. Und auch die Jugendtrainer kamen nach den Trainingseinheiten nicht ohne Hunger zum Frühstück. Schließlich müssen auch Trainer bei Kräften bleiben!
Nicht nur im Wasser wurde trainiert
Nach dem Frühstück hieß es: kurz verdauen und weiter geht’s! Auf dem Programm stand zunächst die Mobilität. Doch auch abseits des Wasserballs wurde es sportlich. Beim Basketball, Fußball und Volleyball konnten die Kinder zeigen, dass sie nicht nur im Wasser mit dem Ball umgehen können. Auch die eine oder andere Joggingrunde durch das Freibad gehörte zum Programm.
Und weil ein Trainingslager nicht ausschließlich aus Schweiß, Muskelkater und dem sehnsüchtigen Blick auf die nächste Mahlzeit bestehen darf, gab es bei passendem Wetter natürlich noch eine besonders wichtige Trainingseinheit: Rutschen! Ob diese Einheit tatsächlich zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit beigetragen hat, darf jeder selbst beurteilen. Die strahlenden Gesichter sprachen allerdings eine ziemlich deutliche Sprache.
Ein großer Dank gilt auch dem Badpersonal, das uns während der gesamten Woche unterstützt und dafür gesorgt hat, dass wir unser Trainingslager unter diesen Bedingungen durchführen konnten.
Wasserball lernen und voneinander profitieren
Ein besonderes Highlight der Woche war die Unterstützung durch Arnd Rau, Bundestrainer der weiblichen U14 Wasserball. Mit einer Kleingruppe arbeitete er gezielt am Centertraining und gab den Kindern wertvolle Tipps, neue Impulse und jede Menge Fachwissen mit auf den Weg.
Doch damit nicht genug: Auch wir Trainer konnten von seinem Besuch profitieren. Arnd gab sein Wissen und seine Erfahrungen auch an das Trainerteam weiter und sorgte damit nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Trainern für neue Ideen und Denkanstöße.
Die übrigen Teilnehmer wurden entsprechend ihres Alters und Leistungsstandes aufgeteilt. Bei den Bambinis standen vor allem der Ball und das Wassergefühl im Mittelpunkt. Die älteren Kinder beschäftigten sich dagegen mit wichtigen Grundlagen des Wasserballs: Wasserhaltung, Wassertreten, Pässe und das Verhalten im Zweikampf.
Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wertvoll das gemeinsame Training über verschiedene Altersklassen hinweg ist. Die Jüngeren konnten sich einiges von den Älteren abschauen, während die Fortgeschrittenen immer wieder vor neue Aufgaben gestellt wurden.
Ein ganz besonderer Dank geht deshalb an Arnd Rau für seine Zeit, sein Fachwissen und die vielen wertvollen Impulse, sowohl für die Kinder als auch für uns Trainer.
Training, Training und dann endlich: Trainingsspiel!
Nach der Mittagspause hieß es zunächst wieder: Schuhe an und raus zur nächsten Landeinheit. Anschließend wurde im Wasser an den Inhalten des Vormittags weitergearbeitet, bevor der Moment kam, auf den viele Kinder vermutlich schon seit dem Frühstück gewartet hatten: Trainingsspiel!
Zweimal wurde außerhalb des normalen Trainingsbetriebs gespielt und beide Male waren die Bedingungen etwas Besonderes. Einmal stellten sich die Koalas, unsere Damenmannschaft, als Gegnerinnen zur Verfügung. Ein anderes Mal wurden die Jugendlichen gemeinsam mit den Herren auf zwei gemischte Mannschaften aufgeteilt.
Und dann wurde es richtig winterlich – zumindest gefühlt. Gespielt wurde bei eisigen Temperaturen im Freibad. Die Wassertemperatur war dabei vermutlich für niemanden das eigentliche Problem. Viel schwieriger war die Frage, wie man nach dem Spiel möglichst schnell wieder aus dem Wasser und in warme Kleidung kommt. Doch weder Kälte noch müde Beine konnten die Begeisterung bremsen.
Besonders beim Spiel gegen die Koalas blieben zahlreiche Badegäste am Beckenrand stehen und verfolgten das Geschehen. Für die Kinder war es eine tolle Erfahrung, vor Publikum zu spielen und sich mit Spielerinnen zu messen, zu denen sie sonst vielleicht eher aufschauen. Und wer weiß, vielleicht war bei der einen oder anderen Aktion sogar schon ein zukünftiger Wasserballstar dabei.
Müde, aber glücklich
So schön die Woche auch war, sie hatte es definitiv in sich. Die vielen Wasser- und Landeinheiten forderten den Kindern einiges ab. Arme und Beine wurden im Laufe der Woche spürbar schwerer, und spätestens gegen Ende des Tages war der Wunsch nach einer Dusche, etwas Essen und einem gemütlichen Abend ziemlich groß.
Trotzdem beeindruckte es jeden Tag aufs Neue, mit welcher Motivation die Kinder ins Training gingen. Denn genau das macht ein Trainingslager aus: Gemeinsam an seine Grenzen gehen, sich gegenseitig motivieren, Erfolge feiern und auch dann weitermachen, wenn die Beine eigentlich lieber auf dem Sofa liegen würden.
Und neben all dem Training blieb natürlich immer Zeit für Gespräche, gemeinsames Lachen und die vielen kleinen Momente, die am Ende einer solchen Woche oft genauso lange in Erinnerung bleiben wie die sportlichen Fortschritte.
Ein besonderer Abschluss
Am Freitagabend war es schließlich geschafft. Gemeinsam mit dem Saisonabschlussfest im Freibad fand das Trainingslager seinen würdigen Abschluss. Eltern, Geschwister, Badpersonal und viele weitere im Verein aktive Menschen kamen zusammen. Bei Speis und Trank wurde auf die erfolgreiche Saison zurückgeblickt und natürlich auch die vergangene Trainingslagerwoche noch einmal Revue passieren gelassen.
Nach fünf intensiven Tagen war dieser gemeinsame Abend ein schöner Abschluss und gleichzeitig ein großes Dankeschön an alle, die das ganze Jahr über dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche ihrem Sport nachgehen können.
Ohne euch wäre diese Woche nicht möglich gewesen
Wenn 20 Kinder eine Woche lang trainieren, essen, lachen und gemeinsam lernen, steckt dahinter deutlich mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick sieht. Deshalb gilt unser größter Dank allen, die dieses Trainingslager möglich gemacht haben.
Danke an Holger Bausch für die leckeren Backwaren, an Alex und Judith für die hervorragende Verpflegung, an Arnd Rau für seine Unterstützung im Training, sein Fachwissen und seine wertvollen Tipps für Kinder und Trainer sowie an das Badpersonal für die Begleitung und Unterstützung während der gesamten Woche.
Ein ganz besonderer Dank geht außerdem an die Jugendtrainer und an alle Helferinnen und Helfer, die geplant, organisiert, eingekauft, gekocht, trainiert, betreut, aufgeräumt und dafür gesorgt haben, dass am Ende alles funktioniert hat.
Und auch wenn am Ende sicherlich alle froh waren, die müden Knochen einmal auszuruhen, wird die Woche bei vielen noch lange in Erinnerung bleiben.
Auf eine erfolgreiche nächste Saison und viele weitere gemeinsame Trainingslager!








